Pünktlich zum Sommerfest erkannte auch der Wettergott, dass dieser Tag besonders werden sollte und ließ die Sonne scheinen: Die Fritz-Erler-Schule (FES), die Grundschule in Wöllstadt, feierte Ende Juni ihren 60. Geburtstag und auch ihr Förderverein „Freunde und Förderer der Fritz-Erler-Schule“,
kurz FuFFES, beging sein 20-jähriges Bestehen.
Rund 350 Menschen aus Schulgemeinde und Gemeinde kamen zusammen, um das zu feiern.
„Wie wandelbar die Zeit ist zeigt sich daran, dass früher Lehrkräfte eine große Sorge vor Kreideflecken umtrieb, während wir uns heute für die digitalen Tafeln einsetzen“, sagte Jörg Höke, Schulleiter in Vertretung, in seiner Begrüßung. Und wie der Kreis der Schulgeschichte sich schließe, wenn sich ehemalige Schülerinnen und Schüler der FES nun für eine Stelle als Lehrkräfte interessieren. Umrahmt wurde seine Ansprache durch die Bläser AG, die unter Leitung von Johanna Kattenborn-Klein, die Stücke wie das Lago aus der 9. Symphonie oder Rokolino zum Besten gab.
Unter großem Jubel startete dann das Fußballturnier der Dritt- und Viertklässler unter Leitung der Schul-Sportlehrer Julia Zea-Wenderoth sowie Sasa Nesic, die auch als Schiedsrichter aktiv waren. Eng begleitet von einer großen Fangemeinde konnte sich schließlich das Team der Klasse 4b durchsetzen.
Die Mannschaft spielte dann im großen Finale gegen ein Team von Lehrkräften der Schule, dass das Lehrer-Team knapp mit 6:4 gewann. Eine beachtliche Leistung von allen Spielerinnen und Spielern, die vom Publikum ausgiebig gewürdigt wurde.
Damit auch alle Kinder der ersten und zweiten Klassen – sowie die jüngeren Besucherinnen und Besucher - selbst aktiv werden konnten, organisierten die Lehrkräfte Spielstationen mit allerlei Pausen-Vertreiben, an die sich bereits Eltern und Großeltern erinnern können. Von Gummitwist über Springseile bis zum Dosenwerfen war einiges geboten.
Wer sich in 60 Jahre Schulgeschichte einarbeiten wollte, konnte bei einer kleinen Ausstellung in der Schul-Turnhalle in der Vergangenheit schwelgen. Zwei ehemalige Lehrkräfte kamen sogar extra zum Fest, um ein kleines Konzert für die Besuchenden zu geben. Höhepunkt war die Darbietung des „FES-
Songs“, eines eigen für die Schülerinnen und Schüler komponierten Lieds. Bei diesem sangen zahlreiche junge Kehlen begeistert mit und waren stolz darauf, ihre Schule zu repräsentieren.
Parallel dazu boten Förderverein, Betreuungsteam, Elternschaft und Lehrkräfte alles, was das kulinarische Herz erfreut: kühle Getränke, historische Süßigkeiten wie Leckmuscheln oder süße Uhren, Zuckerwatte sowie Kaffee und Kuchen. Auch waren wieder die Cocktails beliebt, die dank Trockeneises einen spektakulären Anblick boten. Am Nachmittag war auch dank der Spezialitäten vom Grill wieder etwas für herzhafte Esser dabei.
Pünktlich zum Abschluss der Siegerehrung sprach die erste Vorsitzende des Fördervereins, Martina Ludwig, über die langjährige Historie des Fördervereins. „An den Kindern sieht man, wie schnell die Zeit vergeht. Mehr als zwei Jahrzehnte haben verschiedene Vorstände den Verein entscheidend geprägt – darunter die langjährigen Mitglieder Klaus Bergmann, Frank Schilbach und Angelika Pfaff.
Wobei letztere beiden sogar heute noch aktiv sind. Darüber hinaus sind wir stolz auf unser inzwischen 16-köpfiges Betreuungsteam, das die Kinder mit viel Engagement nach der Schulzeit betreut. Durch die gebotene Flexibilität hilft das den Eltern enorm im Alltag. Danke daher an alle, die den Verein in den vergangenen Jahren aktiv unterstützt haben – denn genau das führen wir fort“,
sagte sie. Und nun folgte der von den Kindern sehnlich erwartete Teil: Das Open-Air-Kino öffnete seine Pforten. Mit eigenen Stühlen konnten die Besucherinnen und Besucher den Film „Mr. Poppers Pinguine“ genießen.
Auch der Nieder-Wöllstädter Carneval-Verein, besser bekannt als NCV, ließ es sich nicht nehmen, extra für das Jubiläums-Sommerfest mit einer Delegation vorbeizuschauen. Zum Jubiläum brachte er Schule und Förderverein ein Geschenk inklusive einer Spende über XXX Euro vorbei.
Gegen 19.30 Uhr startete dann die Kinderdisco. Bei Kinder-Partymusik verwandelte sich die Turnhalle der Schule nun in ein Paradies für die Kinder – und auch ein paar größere Besucherinnen und Besucher. Gegen 20 Uhr begann dann der Kinofilm für die Erwachsenen mit „25 km/h“ ließen sie dann den Abend gemütlich ausklingen und schauten dem ehemaligen Schüler des Burggymnasiums in Friedberg, Bjarne Mädel und Lars Eidinger dabei zu, wie sie einen Roadtrip bis an die Ostsee
erlebten.
Passend zum Open-Air-Kino sollte auch Popcorn das Herz der Besuchenden erfreuen. Jedoch hatte die Popcornmaschine des Vereins kurzfristig andere Pläne und entsagte ihren Dienst. Daher sprang das Team beherzt ein und zauberte Popcorn im Topf, das natürlich mit der Menge einer Profimaschine nicht mithalten konnte, jedoch den Besuchenden zumindest einen gewohnten
Kinogenuss bescherte.
Bis spät am Abend waren dann die letzten fleißigen Helfer aktiv und stießen gemeinsam auf den Erfolg des Jubiläums-Fests an. „Besonders bedanken möchte ich mich bei allen Helfenden, die das Fest zu einem echten Highlight gemacht haben“, sagte Martina Ludwig abschließend.